Filtrabit wurde von Tapojärvi als Co-Entwicklungspartner für eine wegweisende Initiative im Bereich der Nebenstrom-Verwertung ausgewählt. Filtrabit wird dabei für das Entstaubungssystem einer mobilen Schlackenaufbereitungsanlage verantwortlich sein.
Die einzigartige mobile Aufbereitungslinie löst ein zentrales Problem für Industriekunden: Bisher erforderte die Aufbereitung und Veredelung von Materialien vor Ort einen massiven Umfang, damit der Bau einer stationären Anlage wirtschaftlich rentabel wurde. Andererseits ist der Transport der Materialien zu einer entfernten externen Anlage oft sowohl aus wirtschaftlichen als auch aus ökologischen Gründen nicht darstellbar.
Mit einer mobilen Lösung wird die Eintrittsbarriere für die Vor-Ort-Aufbereitung deutlich gesenkt. Der geringere Platz- und Infrastrukturbedarf, die Flexibilität bei der Standortwahl sowie die Möglichkeit einer zeitlich begrenzten Nutzung an einem Ort verändern die Machbarkeit der Veredelung industrieller Abfallprodukte grundlegend.
Ein entscheidender Aspekt bei jeder Materialveredelung zu kleineren Fraktionen ist der Umgang mit Staub- und Partikelemissionen. Um wirklich mobil zu sein, muss die Aufbereitungslinie über eine eigene Lösung zur Staubkontrolle verfügen. Die strömungsdynamische Staubscheidungstechnologie von Filtrabit bietet für diese Anwendung aufgrund ihrer Kompaktheit und Modularität einzigartige Vorteile.
Durch hochentwickelte Automatisierung erkennt das Filtrabit-System die jeweilige Prozessphase und leitet die Absaugleistung genau dorthin, wo sie benötigt wird. Die gereinigte Luft wird in den Prozess zurückgeführt, wodurch eine vollständig geschlossene Lösung (Closed-Loop) ohne externe Abluftverbindung entsteht. Dies minimiert die Partikelemissionen in der Luft und verhindert die Entstehung sekundärer Abfallströme.
Die Lösung von Filtrabit integriert sich nahtlos in den Prozess: Der abgeschiedene Staub wird einer späteren Prozessphase zugeführt, in der er sofort als Teil des veredelten Endprodukts verwertet wird.
Juha Koskinen, R&D Manager bei Tapojärvi:
„Beide Unternehmen stammen aus derselben Region in Nordfinnland und arbeiten an der technologischen Spitze in ihren jeweiligen Bereichen. Es war daher absolut sinnvoll, die Kräfte für diese Lösung zu bündeln.
Wir haben die Technologie von Filtrabit frühzeitig als mögliche Lösung für die reale Herausforderung identifiziert, den im Prozess entstehenden Staub lokal zu binden, ohne die Modularität und Mobilität der gesamten Anlage zu beeinträchtigen. Der hohe Integrationsgrad in den Prozess, bei dem der Staub direkt als Teil des Endprodukts verwertet wird, war ein willkommener Bonus.
Unsere Fähigkeit, mit dieser Innovation all diese neuen Nebenströme für unsere Kunden zu erschließen, hängt vollständig von der Flexibilität durch die Mobilität ab. Die Aufbereitungslinie bei Bedarf abbauen und an einen anderen Ort versetzen zu können, verändert die Wirtschaftlichkeit so grundlegend, dass alle davon profitieren – bis hin zu den nachgelagerten Industriezweigen, die Zugang zu kostengünstigeren, CO2-armen Rohstoffen erhalten.“
Dr. Kim Fagerlund, CEO von Filtrabit:
„Wir freuen uns sehr, Teil der Kreislaufwirtschaft bei der so wichtigen Aufbereitung industrieller Nebenströme zu sein. Die Vorteile, die sich aus der Beseitigung industriell akkumulierter Staubemissionen ergeben, sind tiefgreifend. Sie beschränken sich nicht nur auf eine verbesserte Luftqualität und die Reduzierung von CO2-Emissionen, sondern liefern auch entscheidende Umweltvorteile, indem sie natürliche Ressourcen schonen und die Zirkulation wertvoller Rohstoffe ermöglichen.“
Über Filtrabit
Filtrabit ist bekannt für seine innovativen Entstaubungssysteme, die auf intelligenten Abscheideelementen basieren. Diese nutzen die Prinzipien der Strömungsdynamik und ermöglichen die sofortige Wiederverwendung der zurückgewonnenen Rohstoffe.
Über Tapojärvi
Tapojärvi ist ein Pionierunternehmen in der kontinuierlichen Aufbereitung von Materialnebenströmen in der Bergbau-, Zellstoff- und Metallindustrie. Das Unternehmen unterstützt Kunden dabei, Materialabfälle zu reduzieren und die CO2-Netto-Bilanz ihrer industriellen Prozesse zu verbessern.